Ich habe den Navimow X4 auf wirklich hohem Gras getestet
Ich installiere regelmäßig Mähroboter. Ab und zu teste ich eine Maschine aber bewusst unter Bedingungen, die näher am echten Alltag liegen – nicht auf einem perfekten Vorzeigerasen, sondern auf einer Fläche, die tatsächlich Arbeit braucht. Für diesen Test habe ich den Navimow X4 auf einen länger nicht gemähten Rasen gestellt: hohes, teilweise umgeknicktes Gras, bei dem der Boden kaum noch sichtbar war.
Der Test hat vieles bestätigt, was ich bereits erwartet hatte, und gleichzeitig ein paar wichtige Punkte gezeigt. Nach Jahren mit kabelgebundenen und kabellosen Systemen empfehle ich heute klar den kabellosen Ansatz. Der Navimow X4 zeigt sehr gut, wie weit diese Technik inzwischen gekommen ist.
Warum kabellos für mich einen großen Unterschied macht
Kabellos bedeutet nicht, dass keine gute Einrichtung nötig ist. Es bedeutet aber, dass die Ausgangslage deutlich flexibler ist.
Bei einem klassischen System mit Begrenzungskabel musst du die komplette Rasenfläche zunächst mit Kabel definieren. Änderungen bedeuten später meist zusätzliche Arbeit am Kabel.
Bei einem kabellosen System definierst du die Fläche digital. Beim Navimow kannst du Mähbereiche, Ausschlusszonen und weitere Einstellungen über die App anpassen. Wenn sich dein Garten verändert, musst du nicht automatisch wieder ein Kabel verlegen.
Die Planung bleibt trotzdem wichtig. Zonen, Schnitthöhen, Zeitpläne und die tatsächliche Gartensituation müssen zusammenpassen. Genau hier macht eine saubere Einrichtung einen Unterschied.

Der Navimow X4: Was ihn interessant macht
Der X4 ist für größere und anspruchsvollere Gärten ausgelegt und arbeitet ohne klassisches Begrenzungskabel.
Für die Positionierung kombiniert das System verschiedene Navigations- und Sensortechnologien. Dadurch kann der Mäher seine Position präzise bestimmen und die digital definierten Bereiche abfahren.
Über die App kannst du Mähbereiche und Ausschlusszonen festlegen und unterschiedliche Bereiche deines Gartens verwalten.
Einige Punkte, die mir in der Praxis wichtig sind:
- Mehrere Zonen: Unterschiedliche Gartenbereiche lassen sich getrennt planen.
- Leiser Betrieb: Der Mäher arbeitet deutlich leiser als ein klassischer Benzinmäher.
- Hinderniserkennung: Die Sensorik unterstützt den Mäher dabei, Objekte auf der Fläche zu erkennen.
- Für den Außeneinsatz gebaut: Die Maschine ist für den regelmäßigen Einsatz im Garten konzipiert.

Mein Test mit hohem Gras
Für den Test habe ich den Navimow X4 auf einer Fläche eingesetzt, die länger nicht gemäht worden war. Das Gras war deutlich höher als bei einer normalen Mähroboter-Pflege.
Ich wollte wissen: Wie verhält sich die Maschine und wie sollte man in so einer Situation vorgehen?

So sah die Fläche vorher aus:

Und so nach einem vollständigen Mähzyklus:

Das Ergebnis war interessant, aber noch wichtiger waren für mich die Bedingungen, unter denen ein Mähroboter bei hohem Gras sinnvoll eingesetzt werden sollte.
Worauf du bei sehr hohem Gras achten solltest
Mähroboter sind in erster Linie dafür gemacht, einen Rasen regelmäßig kurz zu halten. Sie sind nicht dafür gedacht, eine stark überwucherte Fläche in einem einzigen Durchgang wiederherzustellen.
Wenn dein Gras sehr hoch ist, empfehle ich dir:
- Nicht zu viel auf einmal schneiden. Beginne mit einer höheren Schnitthöhe und reduziere sie schrittweise.
- Bei extrem hohem Gras vorher mähen. Wenn die Fläche wochenlang nicht gepflegt wurde, kann ein erster Durchgang mit einem normalen Mäher sinnvoll sein.
- Sehr nasses und gleichzeitig hohes Gras vermeiden. Das Schnittgut verklumpt leichter und erschwert einen sauberen Schnitt.
- Dem System etwas Zeit geben. Ein Rasen, der vorher stark überwuchert war, sieht nicht automatisch nach einem Durchgang perfekt aus.
- Unterseite und Messerbereich kontrollieren. Bei hohem Gras fällt deutlich mehr Schnittgut an.
Diese Punkte gelten nicht nur für den X4, sondern grundsätzlich für Mähroboter. Der Vorteil eines digitalen Systems ist für mich, dass du Zeitpläne und Zonen flexibel anpassen kannst.
Ist ein kabelloser Mähroboter die richtige Lösung für dich?
Wenn dein Rasen regelmäßig gepflegt werden soll und du eine Lösung möchtest, die sich flexibel einrichten und später anpassen lässt, ist ein kabelloser Mähroboter für viele Gärten eine sehr gute Option.
Bei einer stark überwucherten Fläche brauchst du zunächst etwas Vorbereitung. Sobald der Rasen wieder in einem normalen Pflegezustand ist, kann der Roboter die regelmäßige Arbeit übernehmen.
Ich berate und installiere Mähroboter seit Jahren. Welches Navimow-Modell ich dir empfehle, hängt dabei von deiner Fläche, dem Gelände und deinen Anforderungen ab.
Du überlegst, einen Navimow in deinem Garten einzusetzen? Ich berate dich dazu, welches Modell zu deiner Situation passt, und kann die komplette Installation für dich übernehmen.
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